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Auch
mit 50plus haben Bewerber intakte Chancen, wenn Sie auf ein paar
Punkte achten
Die
durch uns durchgeführte, unabhängige Studie zeigt auf, auf welche Punkte Personalverantwortliche von Firmen und externe
Stellenvermittler bei Bewerbungen Wert legen. In
den vergangenen Wochen wurden im Raum Ostschweiz total vierzig
Fragebogen, je zur Hälfte an externe Stellenvermittler und an
Personalverantwortliche von KMU-Betrieben verschickt. Die
Umfrage wurde vorgehend telefonisch angekündigt und so kamen
27 Fragebogen zurück und konnten ausgewertet werden. Die
beiden Gruppen von Personalfachleuten sind sich in ihren
Aussagen nahezu einig. Die Auswertung zeigt auf, welche Ansprüche
sie Bewerbungen und Bewerbende stellen.
Übersichtlich,
strukturiert und nachvollziehbar
Die
perfekte Bewerbung beinhaltet ein lückenloser und
nachvollziehbarer Lebenslauf, vollständige Zeugnisse und ein
individuelles, auf die ausgeschriebenen Stelle verfasstes
Bewerbungsschreiben, das die Stärken und Erfahrungen
aufzeigt. Weiter erwarten die Personalverantwortlichen, dass
die Bewerber genaue Vorstellungen über die gesuchte Tätigkeit
äussern. Die
Gestaltung der Bewerbung bewerten die Personalverantwortlichen
als wichtig. Ein strukturierter Aufbau, eine fehlerfreier und
gewandter Sprachstil sowie sauber kopierte/gescannte Dokumente
sind die Kriterien, die am höchsten bewertet wurden. Die
Individualität des Bewerbers oder der Bewerberin soll dabei
klar zum Ausdruck kommen, ein sympathisches Foto unterstreicht
dies. Ein telefonisches Gespräch, vorgängig einer Bewerbung,
bewerten die Spezialisten als sehr positiv. Darin können im persönlichen
Gespräch erste Fragen geklärt werden. Ausserdem hat der
Bewerber eine gute, erste Möglichkeit, sich positiv
darzustellen. Im Begleitschreiben kann er dann auf dieses
Gespräch Bezug nehmen und auf besprochene Punkte eingehen.
Killerkriterien
von Bewerbungen
Unübersichtliche
und unstrukturierte Unterlagen, Schreib- und Flüchtigkeitsfehler
sowie nicht erfüllte Anforderungen sind die wichtigsten
Killerkriterien einer Bewerbung. Ebenfalls negativ bewertet
wurden unkorrekte Adressen sowie in Folge Mehrfachverwendung
abgenutzte und schmuddelige Dossiers. Nicht Inhalt der Studie,
aber aus der praktischen Tätigkeit wissen wir, dass
Nichtrauchen im Büro heute zur Selbstverständlichkeit
geworden ist. Dementsprechend haben Dossiers, die von
rauchenden Personen in rauchiger Umgebung zusammengestellt
wurden und nach dem Postweg immer noch nach Rauch stinken,
praktisch keine Chance.
Auch
mit 50plus sind die Chancen intakt
Laut
unserer Umfrage spielt das Geschlecht der sich bewerbenden
Person keine Rolle. Beim Alter sind sich die Personalfachleute
nicht einig. Für einige kommen Bewerber 50plus nicht in
Frage, bei anderen spielt ausschliesslich die Qualifikation
und die Erfahrung eine Rolle. Von Bewerbenden mit Alter 50plus
werden allgemein die Lebenserfahrung, die erworbenen
Branchen-, Fach- und Spezialkenntnisse sowie eine stete und
gezielte Weiterbildung geschätzt. Je nach Qualifikation und
Hierarchiestufe kann es von Vorteil sein, dass ein
50plus-Bewerber einem potenziellen Arbeitgeber im Hinblick auf
seine Lohnvorstellungen und seine zukünftige Tätigkeit eine
gewisse Flexibilität signalisiert.
Selbständigkeit
als Chance – aber nicht nur
Auf
die Frage «Was würden Sie selber tun, wenn Sie mit 50plus
eine Stelle suchen müssten?» antworteten viele
Personalfachleute mit Unsicherheit. Die häufigste Antwort war
dann «möglichst viele Bewerbungen schreiben», «sein
Netzwerk aktivieren» sowie «eine selbständige Tätigkeit
ins Auge fassen». Die Umfrage zeigt, dass Bewerbende mit
Alter 50plus einen eher schweren Stand haben, einen neuen
Arbeitgeber zu finden. Eine Selbständige Tätigkeit ist zwar
eine Alternative - ist aber nicht jedermanns Sache. Ein Trend
scheint dahin zu gehen, dass immer mehr Unternehmen
50plus-Arbeitnehmer sowie deren Fach- und
Sozialkompetenz schätzen lernen und somit ein brach
liegendes Potenzial endlich wieder genutzt wird.
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